{"id":916,"date":"2023-11-26T21:39:00","date_gmt":"2023-11-26T21:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/?p=916"},"modified":"2026-01-03T18:56:55","modified_gmt":"2026-01-03T18:56:55","slug":"soziale-ungleichheit-ein-blinder-fleck-im-kartellrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/index.php\/2023\/11\/26\/soziale-ungleichheit-ein-blinder-fleck-im-kartellrecht\/","title":{"rendered":"Soziale Ungleichheit: Ein blinder Fleck im Kartellrecht?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"567\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cropped-2021-12-07-16_58_41-Oxfam_Medici-Teufelskreis_DE.pdf-Adobe-Acrobat-Reader-DC-32-bit-1024x567.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-84\" style=\"width:735px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cropped-2021-12-07-16_58_41-Oxfam_Medici-Teufelskreis_DE.pdf-Adobe-Acrobat-Reader-DC-32-bit-1024x567.png 1024w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cropped-2021-12-07-16_58_41-Oxfam_Medici-Teufelskreis_DE.pdf-Adobe-Acrobat-Reader-DC-32-bit-300x166.png 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cropped-2021-12-07-16_58_41-Oxfam_Medici-Teufelskreis_DE.pdf-Adobe-Acrobat-Reader-DC-32-bit-768x425.png 768w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/cropped-2021-12-07-16_58_41-Oxfam_Medici-Teufelskreis_DE.pdf-Adobe-Acrobat-Reader-DC-32-bit.png 1059w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die soziale und wirtschaftliche <a href=\"https:\/\/newforum.org\/en\/the-state-of-inequality-in-germany\/\">Ungleichheit nimmt zu<\/a>. Die Reichen werden reicher, die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ifo-mittelschicht-100.html\">Mittelschicht schrumpft<\/a> und Menschen mit Einkommen unterhalb der Armutsgrenze k\u00e4mpfen tagt\u00e4glich damit, sich \u00fcber Wasser zu halten. Der Verteilungsbericht 2022 offenbart, dass die <a href=\"https:\/\/www.progressives-zentrum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/230510_UKZ004_Policy_Paper_12_Busemeyer-et-al_DE_RZ.pdf\">Einkommensungleichheit<\/a> und die Einkommensarmut in den letzten 30 Jahren zugenommen haben. Fast jeder f\u00fcnfte Besch\u00e4ftigte in Deutschland erh\u00e4lt nur einen <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Qualitaet-Arbeit\/Dimension-2\/niedriglohnquote.html\">Niedriglohn<\/a>, das hei\u00dft weniger als 12,50 Euro brutto pro Stunde. Gut 17,3 Millionen Menschen (21 Prozent) sind von <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/05\/PD23_190_63.html\">Armut oder sozialer Ausgrenzung<\/a> bedroht. Durch den Preisanstieg bei Lebensmitteln und Energie sind im vergangenen Jahr Milliard\u00e4re und Konzerne nach Angaben von Oxfam <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2023-01\/soziale-ungleichheit-armut-reichtum-krisen?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F\">noch reicher<\/a> geworden. 81 Prozent des Verm\u00f6gensanstiegs, der 2020 und 2021 in Deutschland erwirtschaftet wurde, entfiel auf das reichste Prozent der Bev\u00f6lkerung. Nicht ohne Grund bef\u00fcrchten viele Menschen jetzt, dass die <a href=\"https:\/\/www.ruv.de\/newsroom\/themenspezial-die-aengste-der-deutschen\/grafiken-zahlen-ueberblick\">Spaltung<\/a> der Gesellschaft in Deutschland zunimmt und zu Konflikten f\u00fchrt. Dies deckt sich mit den neuesten Ergebnissen des Konstanzer <a href=\"https:\/\/www.progressives-zentrum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/230510_UKZ004_Policy_Paper_12_Busemeyer-et-al_DE_RZ.pdf\">Ungleichheitsbarometers<\/a>: 45 Prozent sind der Meinung, die Ungleichheit sei \u201estark\u201c angestiegen, und immerhin weitere 23 Prozent, dass sie \u201eetwas\u201c angestiegen sei.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Exkurs: Staatliche Aufgabe, soziale Ungleichheit zu reduzieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist m\u00f6glich, im Kartellrecht den Abbau sozialer Ungleichheiten als Ziel festzuschreiben. <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/antitrust\/article\/11\/1\/51\/6593927\">S\u00fcdafrika<\/a> ist diesbe\u00adz\u00fcglich ein eindrucksvolles Beispiel. Das Kartellrecht soll die Inklusion und die Streuung von Eigentum, insbe\u00adsondere zugunsten historisch benachteiligter Gruppen f\u00f6rdern und damit zur Erreichung der Staatsziele beitragen. In Deutschland sind die <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_1.html\">Grundrechte<\/a> gem\u00e4\u00df Artikel 1-19 GG, die den Schutz der Menschenw\u00fcrde konkretisieren, auch f\u00fcr Bundesbeh\u00f6rden wie das Bundeskartellamt verbindlich. Seit 1994 sind der Schutz der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen &#8211; in Verantwortung f\u00fcr die k\u00fcnftigen Generationen &#8211; und seit 2002 der Tierschutz Staatsziele. Bei der <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/30557\/wirtschaftsordnung-und-grundgesetz\/\">Konzentrationskontrolle<\/a> handelt es sich gem\u00e4\u00df Artikel 14 GG um eine Inhalts- und Schranken\u00adbestimmung des Unternehmenseigentums. Das Sozialstaatsprinzip ist im Grundgesetz verankert, es sieht einen sozialen Ausgleich vor und soll soziale Sicherheit gew\u00e4hrleisten. Der Abbau der sozialen Ungleichheit ist kein Staatsziel, aber eine staatliche Aufgabe. Und zwar dann, wenn privates und unternehmerisches Handeln nicht den <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/9783110977899.122\/html\">Erfordernissen der sozialen Gleichheit<\/a> gen\u00fcgen und die Resultate von Marktergebnissen korrigiert werden m\u00fcssen. Geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander, nehmen die Fliehkr\u00e4fte in einer Demokratie zu. Um seiner selbst willen muss der demokratische Verfassungsstaat auf ein Mindestma\u00df an sozialer Gleichheit achten, diese wahren und verhindern, dass die sozialen Unterschiede unangemessen gro\u00df werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"198\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/mind-the-gap-1024x198.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-921\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/mind-the-gap-1024x198.png 1024w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/mind-the-gap-300x58.png 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/mind-the-gap-768x149.png 768w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/mind-the-gap.png 1275w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Marktmacht und soziale Ungleichheit<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie kann sich die Marktmacht auf die soziale Ungleichheit auswirken? Die kurze Antwort auf die Frage ist: Je m\u00e4chtiger ein Konzern ist, desto h\u00f6her sind die Monopolrenditen und desto st\u00e4rker konzentrieren sich das Kapital und die daraus wachsenden Verm\u00f6gen. Die Kartellrechtler Ariel Ezrachi et al. beschreiben den Zusammenhang <a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/antitrust\/article\/11\/1\/51\/6593927\">wie folgt<\/a>: Wenn die Preise steigen und die Arbeitsentgelte stagnieren, werden die Preisaufschl\u00e4ge (Markups) zusammen mit den Profitraten steigen, insbesondere bei den gr\u00f6\u00dften Konzernen. Wenn dies in allen Branchen geschieht, sinkt wahrscheinlich die <a href=\"https:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Einkommen-Armut\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII54.pdf\">Lohnquote<\/a> &#8211; Anteil der Einkommen der Arbeitnehmer am gesamten Einkom\u00admen der ganzen Bev\u00f6lkerung. Mit anderen Worten: Gering- und mittelqualifizierte Arbeitnehmer*innen werden systematisch einen kleineren Anteil an den Gewinnen erhalten, w\u00e4hrend eine kleine Gruppe hochqualifizierter Arbeitnehmer*innen und deren Eigent\u00fcmer profitieren. Wie sieht die Situation in Deutschland aus? Die soziale und wirtschaftliche <a href=\"https:\/\/newforum.org\/en\/the-state-of-inequality-in-germany\/\">Ungleichheit nimmt zu<\/a>. Die Lohnquote ist insgesamt seit 1995 gesunken, \u00e4ndert sich seit 2013 nur mit geringeren Abweichungen nach unten und oben. Die um die Inflationsrate bereinigten realen <a href=\"https:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Einkommen-Armut\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII1.pdf\">Nettover\u00addienste<\/a> weisen \u00fcber die Jahre keinen nennenswerten Zuwachs auf und sind in den Jahren 2004-2009 sowie 2022 \u2013 sogar gesunken. Die Monopolkommission best\u00e4tigt, dass es vor allem <a href=\"https:\/\/www.monopolkommission.de\/images\/HG24\/HGXXIV_Gesamt.pdf\">gro\u00dfe Unternehmen<\/a> sind, die ihre Preisaufschl\u00e4ge erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;<em>Market power can be a powerful mechanism for transferring wealth from the many among the working and middle classes to the few belonging to the 1% and 0.1% at the top of the income and wealth distribution.<\/em>&#8222;<\/p>\n<cite><em>Lina Khan, Sandeep Vaheesan (2017): Market Power and Inequality<\/em><br><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Weniger im Blick als die Lohnquote und die Arbeitsm\u00e4rkte sind in der internationalen Kartellrechtsszene die Inflation und die strukturellen Abh\u00e4ngigkeiten in Lieferbeziehungen entlang der Wertsch\u00f6pfungs-kette. Einer weltweiten Umfrage der internationalen Arbeitsorganisation (\u201eInternational Labor Organisation\u201c; ILO) zufolge waren <a href=\"https:\/\/www.ilo.org\/travail\/info\/fs\/WCMS_556336\/lang--en\/index.htm\">niedrigere Stundenl\u00f6hne<\/a> f\u00fcr Arbeiter*innen zu beobachten, wenn der Lieferant haupts\u00e4chlich von einem Anbieter abh\u00e4ngig war oder wenn der Lieferant sehr gro\u00df war. Des Weiteren ist die Inflation der <em>\u201egro\u00dfe Ungleichmacher und eine permanente Gefahr f\u00fcr den sozialen Frieden<\/em>\u201c, schreibt der Wirtschaftsjournalist Hans-J\u00fcrgen Jacobs in seinem Buch \u201eDas Monopol im 21. Jahrhundert\u201c. Haushalte mit einem geringen Einkommen sind am st\u00e4rksten von der Inflation betroffen, wenn die Preise f\u00fcr Lebensmittel und Energie steigen, weil sie einen deutlich h\u00f6heren Anteil am Konsum haben. In Deutschland liegt seit dem vergangenen Jahr die <a href=\"https:\/\/www.vzbv.de\/pressemitteilungen\/teurer-einkaufskorb-massnahmen-gegen-steigende-lebensmittelpreise\">Teuerung bei Lebensmitteln<\/a> deutlich \u00fcber der allgemeinen Inflationsrate. Lademann und Kleczka k\u00f6nnen nachweisen, dass die marktm\u00e4chtigen Supermarktketten in der Vergangenheit die Inflation angetrieben haben: <em>Je gr\u00f6\u00dfer die <\/em><a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/index.php\/2023\/05\/04\/lebensmitteleinzelhandel-ohne-wirksamen-wettbewerb\/\">Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel<\/a><em>, desto h\u00f6her die Einzelhandelspreise f\u00fcr Nahrungsmittel usw. in Deutschland im betrachteten Zeitraum 1991-2021.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1005\" height=\"496\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/reich-arm.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-924\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/reich-arm.png 1005w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/reich-arm-300x148.png 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/reich-arm-768x379.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1005px) 100vw, 1005px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ansatz I: Monopole und Oligopole abwenden<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Eigentlich ist die Abwehr von hoher Marktkonzentration das genuine Ziel des deutschen Kartellrechts. Eine Re-Orientierung auf dieses langfristige Gesetzesziel ist ein wichtiger Baustein, damit das Kartellrecht zur Redu\u00adzierung der sozialen Ungleichheit beitragen kann. Es geht hier gleichsam um ein \u201eeffective enforcement\u201c im besten Sinne. Das Bundeskartellamt k\u00f6nnte in erster Linie die <a href=\"https:\/\/papers.ssrn.com\/sol3\/papers.cfm?abstract_id=2769132\">Marktmacht von Unternehmen anfechten<\/a>, die der Allgemeinheit einen erheblichen Schaden zuf\u00fcgen. Das hei\u00dft, es w\u00fcrde seine Arbeit auf Unternehmen fokussieren, die entweder \u00fcber eine hohe Marktmacht \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum verf\u00fcgen oder innerhalb kurzer Zeit einen gro\u00dfen Schaden anrichten. Um die Marktmacht solcher Unternehmen effektiv zu begrenzen, w\u00e4ren u.a. folgende Ma\u00dfnahmen wichtig (siehe auch <a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/index.php\/2023\/04\/15\/nachhaltigkeit-die-grenzen-des-freien-wettbewerbs\/\">hier<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Missbrauchskontrolle: Es w\u00e4re klarzustellen, dass das Kartellrecht darauf abzielen sollte, konzentrierte Marktstrukturen zu verhindern, um wettbewerbsfeindliche Verhaltensweisen von vornherein auszuschlie\u00dfen (anstatt nur im Nachhinein gegen \u201eschlechtes Verhalten\u201c vorzugehen). Vorrangig sollten strukturelle Abhilfema\u00dfnahmen ergriffen werden, um die Anreize zu beseitigen, die wettbewerbswidriges Verhalten erst m\u00f6glich machen. Die Beweislast l\u00e4ge beim Unternehmen mit einer marktbeherrschenden Stellung. Es m\u00fcsste nachweisen, dass es keine wettbewerbswidrigen Auswirkungen gibt.<\/li>\n\n\n\n<li>Fusionskontrolle: Gesetzlich m\u00fcsste der Vorrang der langfristigen Gesetzesziele \u2013 Begrenzung wirtschaftlicher Machtstellung, <a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kommentierung_gwb-digitalisierungsgesetz.pdf\">Abwendung<\/a> von Monopolen und Oligopolen \u2013 gegen\u00fcber kurzfristigen Effizienzvorteilen aufgenommen werden. Vermeintliche Effizienzgewinne sollten nicht zur Genehmigung von Fusionen f\u00fchren, wenn es Belege gibt, die strukturelle Annahmen \u00fcber konzentrierte M\u00e4rkte best\u00e4tigen. Die <a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kommentierung_gwb-digitalisierungsgesetz.pdf\">Schwellenwerte<\/a> f\u00fcr die Vermutung einer marktbeherrschenden Stellung m\u00fcssten deutlich abgesenkt, die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe geb\u00fchrend ber\u00fccksichtigt werden. Killer-Akquisitionen durch Unternehmen in hochkonzentrierten M\u00e4rkten sollten einem Verbot unterliegen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/EquityGraphic-1024x512-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-919\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/EquityGraphic-1024x512-1.jpg 1024w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/EquityGraphic-1024x512-1-300x150.jpg 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/EquityGraphic-1024x512-1-768x384.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ansatz II: Spezifische Regeln zur Reduzierung sozialer Ungleichheit<\/h2>\n\n\n\n<p>In der kartellrechtlichen Diskussion werden mehrere Ans\u00e4tze diskutiert, um gezielter benachteiligte Gruppen in den Blick zu nehmen. Das hei\u00dft, es geht konkret um die Frage \u201ewer\u201c bzw. \u201ewelche Gruppe\u201c gesch\u00e4digt w\u00fcrde und \u201ewie\u201c sich dieser Schaden genau auf ihr Wohlergeben auswirken w\u00fcrde. Hierbei spielen die Bereiche Lebensmittel, Energie, Verkehr und Gesundheit eine besondere Rolle. So sind beispielsweise Lieferanten von Frischeprodukten \u2013 Obst, Gem\u00fcse, Fleisch, Fisch, Milch(produkte), Wurstwaren \u2013 signifikant h\u00e4ufiger von unfairen bzw. missbr\u00e4uchlichen Handelspraktiken der marktm\u00e4chtigen Supermarktketten betroffen als andere Lieferanten<em>. <\/em>Oxfam berichtet von einem <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/system\/files\/documents\/230522_oxfam_erdbeerspargel_final.pdf\">unbarmherzigen Preisdruck<\/a> auf Erdbeer- und Spargelproduzenten, den diese an die Arbeiter*innen auf den Feldern weitergeben. Denkbar w\u00e4re hier die Entwicklung einer \u201e<a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/antitrust\/article\/11\/1\/51\/6593927\">Equality Impact Checklist<\/a>\u201c, die spezifische Fragen und Indikatoren zu Verteilungswirkungen enth\u00e4lt. Ein Indikator k\u00f6nnte beispielsweise die Elastizit\u00e4t des Verbrauchs von verschiedenen Einkommensgruppen sein. Wenn die soziale Ungleichheit vom Bundeskartellamt bei der Auswahl des Sektors bzw. der F\u00e4lle st\u00e4rker priorisiert werden w\u00fcrde, k\u00f6nnte die Beh\u00f6rde dazu beitragen, die soziale Ungleichheit zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das Bundeskartellamt bei der Identifizierung von ungleichheitsrelevanten F\u00e4llen zu unterst\u00fctzen, k\u00f6nnten Organisationen, die Verbraucher*innen mit einem geringen Einkommen oder Erzeuger*innen mit einer geringen Verhandlungsmacht innerhalb von Wertsch\u00f6pfungsketten vertreten, ein Antragsrecht auf die Einleitung eines Verfahrens des Bundeskartellamts erhalten. Ein Beispiel ist der Fall \u201e<a href=\"https:\/\/www.gov.uk\/cma-cases\/loyalty-penalty-super-complaint\">Loyalty penalty\u201c super-complaint<\/a> der britischen Wettbewerbsbeh\u00f6rde CMA. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte Antragstellern im Kartellrecht erg\u00e4nzend das Recht einger\u00e4umt werden, eine Unt\u00e4tigkeitsbeschwerde bzw. <a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kommentierung_gwb-digitalisierungsgesetz.pdf\">Unt\u00e4tigkeits-r\u00fcge<\/a> zu erheben, sofern das Bundeskartellamt trotz Vorliegen von Tatbestandsvoraussetzungen keinen Gebrauch von seiner Kompetenz macht. Dies ist ein normales und <a href=\"https:\/\/www.juraforum.de\/lexikon\/untaetigkeitsbeschwerde\">rechtsbew\u00e4hrtes<\/a> Mittel gegen\u00fcber Gerichten, Anw\u00e4lten und Beh\u00f6rden. Das Bundeskartellamt k\u00f6nnte auch st\u00e4rker die Rolle von gro\u00dfen Unternehmen auf Arbeitsm\u00e4rkten unter die Lupe nehmen. Dies w\u00e4re dann sinnvoll, wenn die Marktmacht eingesetzt wird, um die L\u00f6hne zu dr\u00fccken bzw. entsprechende Lohnab\u00adsprachen zu t\u00e4tigen und wohlm\u00f6glich gleichzeitig die Managementgeh\u00e4lter \u00fcberproportional zu erh\u00f6hen. In den USA wurde beispielsweise eine texanische Personalvermittlungsagentur Lohnabsprachen vorgeworfen, um die <a href=\"https:\/\/www.justice.gov\/opa\/pr\/former-owner-health-care-staffing-company-indicted-wage-fixing\">L\u00f6hne von Physiotherapeuten<\/a> zu dr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"435\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Einkaufswagen-1024x435.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-925\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Einkaufswagen-1024x435.png 1024w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Einkaufswagen-300x128.png 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Einkaufswagen-768x326.png 768w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Einkaufswagen.png 1247w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Ansatz III: Gegen Inflation und unfaire Handelspraktiken vorgehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Kommen wir zur\u00fcck auf den gro\u00dfen Ungleichmacher, der eine permanente Gefahr f\u00fcr den sozialen Frieden darstellt: die Inflation. In der 11. GWB-Novelle gibt es zwei Ansatzpunkte, die potenziell Abhilfe bei der durch exzessive Marktmacht angetriebene Inflation bei Lebensmitteln schaffen k\u00f6nnten. Da w\u00e4re zun\u00e4chst die Vorteilsabsch\u00f6pfung in \u00a734 Absatz 4 GWB. Rupprecht Podszun von der Uni D\u00fcsseldorf h\u00e4lt die neue Regelung potenziell f\u00fcr einen \u201e<a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/blog\/2023\/07\/08\/antitrust-super-tuesday\/\">echten game changer<\/a>\u201c, gerade im Missbrauchsrecht, wo es in Deutschland so gut wie nie finanzielle Sanktionen gebe. Jetzt wird n\u00e4mlich vermutet, dass der erzielte wirtschaftliche Vorteil eines Kartellrechtsversto\u00dfes ein Prozent der Ums\u00e4tze im Inland betr\u00e4gt. Es werden k\u00fcnftig zwei Absch\u00f6pfungs\u00adverfahren pro Jahr erwartet, vor allem im Nachgang zu Verwaltungsverfahren. Das Bundeskartellamt k\u00f6nnte also im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens gegen missbr\u00e4uchliches Verhalten \u2013 wie zum Beispiel \u00fcberteuerte Lebensmittelpreise in Superm\u00e4rkten &#8211; vorgehen. Diese m\u00fcsste das Bundeskartellamt allerdings erstmal feststellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lebensmittelhandel ist jedoch in den letzten Jahren bei der <a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/DE\/Wirtschaftsbereiche\/LEH\/LEH_node.html\">Missbrauchskontrolle<\/a> unverst\u00e4ndlicher-weise str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt worden. Der letzte Missbrauchsfall und die letzte Sektoruntersuchung stammen beide aus dem Jahr 2014. Als jetzt die \u00f6sterreichische Wettbewerbsbeh\u00f6rde die Ergebnisse ihrer Sektorunter-suchung ver\u00f6ffentlichte, beeilte sich Andreas Mundt, Pr\u00e4sident des Bundeskartellamts, zu versichern, es gebe <a href=\"https:\/\/www.d-kart.de\/blog\/2023\/11\/10\/ssnippets-48-das-neueste-vom-neuen\/\">wenig Anlass zu glauben<\/a>, dass die Ergebnisse in Deutschland sehr viel anders ausfallen w\u00fcrden. Dabei ist die Situation in Deutschland nicht mit jener in \u00d6sterreich zu vergleichen: Seit 2014 ist die ohnehin hohe Marktkonzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel weiter gestiegen. Die 11. GWB-Novelle sieht zudem neue Eingriffsbe\u00adfugnisse im Anschluss an die Sektoruntersuchung vor, die den Handlungsspielraum des Bundeskartellamts erweitern und eine Sektoruntersuchung im Lebensmittel-handel besonders lohnenswert erscheinen l\u00e4sst. Neu ist auch, dass die Monopolkommission gem\u00e4\u00df \u00a7 44 Abs. 4 GWB die Durchf\u00fchrung von Sektoruntersuchungen empfehlen kann. Solche Empfehlungen sind <a href=\"https:\/\/www.luther-lawfirm.com\/newsroom\/pressemitteilungen\/detail\/11-gwb-novelle-wettbewerbsdurchsetzungsgesetz-verleiht-dem-bundeskartellamt-neue-eingriffsinstrumente-gegen-marktmaechtige-unternehmen\">zwar nicht verbindlich<\/a>, allerdings muss das Bundeskartellamt eine Stellungnahme abgeben, wenn es einer solchen Empfehlung nicht folgt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"397\" src=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Sektoruntersuchung_neues-Verfahren-1024x397.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-918\" srcset=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Sektoruntersuchung_neues-Verfahren-1024x397.png 1024w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Sektoruntersuchung_neues-Verfahren-300x116.png 300w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Sektoruntersuchung_neues-Verfahren-768x298.png 768w, https:\/\/marita-wiggerthale.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Sektoruntersuchung_neues-Verfahren.png 1456w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Quelle: www.luther-lawfirm.com<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die 12. GWB-Novelle w\u00e4re es zudem hilfreich, wenn unter \u00a719 Absatz 2 GWB konkrete Missbrauchstatbest\u00e4nde als Regelbeispiele aufgef\u00fchrt werden w\u00fcrden. Zudem k\u00f6nnten die sogenannten schwarzen Handelspraktiken des Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetzes (\u00a723 AgrarOLkG) erg\u00e4nzt werden. Lademann und Kleczka schlagen in ihrer Studie \u201e<a href=\"https:\/\/marita-wiggerthale.de\/index.php\/2023\/05\/04\/lebensmitteleinzelhandel-ohne-wirksamen-wettbewerb\/\">Marktbeherrschung im Lebensmittel-einzelhandel?\u201c<\/a> vor, unter \u00a719 Absatz 2 GWB entweder eine neue Nummer 6 einzuf\u00fchren, etwa \u201ePraktiken verwendet, die als \u201aschwarze\u2018 Klauseln durch den ersten Abschnitt des ersten Kapitels des dritten Teils des AgrarOLkG untersagt sind&#8220; oder am Ende von Absatz 2 zu erg\u00e4nzen, etwa: \u201eVerst\u00f6\u00dfe gegen das Verbot \u201aschwarzer\u2018 Klauseln nach dem ersten Abschnitt des ersten Kapitels des dritten Teils des AgrarOLkG stellen i.S.v. Absatz 1 einen Missbrauch von Marktmacht dar\u201c.  Podszun und Haucap schlagen als eine Option in ihrem Gutachten \u201e<a href=\"https:\/\/www.hhu.de\/news-einzelansicht\/wettbewerb-und-nachhaltigkeit\">Nachhaltigkeit und Wettbewerb<\/a>\u201c vor, den Ausbeutungsmissbrauch zu erweitern. Ein Missbrauch l\u00e4ge demnach beispielsweise<em> vor,<\/em> wenn die Einkaufspreise \u201enicht zumindest die Kosten der Produktion beinhalten\u201c oder \u201ewenn ein marktbeherrschendes Unternehmen seinen Zulieferern nur so geringe Preise zahlt, dass es diesen nicht m\u00f6glich ist, die eigenen externen Effekte zu internalisieren oder ganz zu vermeiden\u201c. Eine solche Erg\u00e4nzung w\u00e4re ein echter Fortschritt und ein wichtiger Beitrag, um die soziale Ungleichheit zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Es ist wichtig, soziale Ungleichheit zu reduzieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Die soziale Unglichheit gef\u00e4hrdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie. Noch ist die soziale Ungleichheit weitestgehend ein blinder Fleck im Kartellrecht. Seit ein paar Jahren hat sich der Diskurs jedoch weiterentwickelt und es gibt mehrere Vorschl\u00e4ge, wie das Kartellrecht angepasst werden kann.  Es ist m\u00f6glich, im Kartellrecht den Abbau sozialer Ungleichheiten als Ziel festzuschreiben. Wer einen nachhaltigen Wettbewerb als Grundpfeiler der \u00f6ko-sozialen Marktwirtschaft etablieren will, darf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit nicht ignorieren.  &#8222;Effektive enforcement&#8220; im besten Sinne ist notwendig, damit Monopole und Oligopole verhindert werden.  Der n\u00e4chste wichtige Schritt ist, den Weg f\u00fcr die Internalisierung der gesellschaftlichen Kosten zu bereiten. Die 12. GWB-Novelle bietet dar\u00fcber hinaus die Chance, missbr\u00e4uchliches Verhalten im Lebenshandel st\u00e4rker zu reglementieren und den Ausbeutungsmissbrauch zu erweitern. Die neuen Befugnisse geben dem Bundeskartellamt bereits jetzt die M\u00f6glichkeit, besser gegen \u00fcberteuerte Lebensmittel\u00adpreise vorzugehen. F\u00fcr die Menschen in Deutsch-land ist dies ein wichtiges Thema,  65 Prozent f\u00fcrchten sich vor <a href=\"https:\/\/www.ruv.de\/newsroom\/themenspezial-die-aengste-der-deutschen\/grafiken-zahlen-ueberblick\">steigenden Lebenshaltungskosten<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit nimmt zu. Die Reichen werden reicher, die Mittelschicht schrumpft und Menschen mit Einkommen unterhalb der Armutsgrenze k\u00e4mpfen tagt\u00e4glich damit, sich \u00fcber Wasser zu halten. 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